„Die Eule“ heißt der neue Niederrhein-Krimi von Thomas Hesse und Renate Wirth. Ein ungewöhnlicher West-Ost-Fall, Spannung, Lokalkolorit, deutsch-deutsche Historie und stimmige bis skurrile Charaktere verbinden sich zu einer Geschichte, die aus der Masse sonstiger Regionalkrimis herausragt. Ein Lkw-Fahrer rast nahe Xanten in eine Pilgergruppe. Was nach einem tödlichen Unfall aussieht, entwickelt sich zu einem aufsehen erregenden Mordfall – und was wie die Folgen eines Machtkampfs innerhalb einer Sekte wirkt, hat seinen Ursprung 30 Jahre zuvor in deutsch-deutscher Geschichte und führt Kommissarin Karin Krafft, unterstützt von der klugen »Eule«, aus dem tiefen Westen geradewegs ins thüringische Erfurt. Dort verriet einst die Tochter ihren größten Feind an die Stasi – es war ihr eigener Vater. Raffinierte Rache, Verrat am Verräter oder späte Sühne – am Niederrhein findet sich die Lösung eines ebenso bewegenden wie bemerkenswerten Falls. West-Ost-Morde am Niederrhein – Sühne, Sekte und Stasi – Verrat am Verräter »Die Eule« – der neue Kriminalroman von Thomas Hesse und Renate Wirth, die nach den Erfolgen mit »Die Elster«, »Die Wölfin«, »Das Dorf« und »Die Füchse« nun ihr fünftes gemeinsames Buch vorlegen. Dieses Mal dreht sich alles um einen deutsch-deutschen Fall, den die Autoren durch geschickte Perspektivwechsel zu einer vielschichtigen Story verweben. Das Thema passt in die Zeit, da Wiedervereinigung mit all ihren Folgen zwei Jahrzehnte alt wird. Geschichtliche Rückschau ist allgegenwärtig, das zarte Pflänzchen Aufarbeitung wächst, und spätestens seit dem Erfolgsfilm „Das Leben der Anderen“ mit einem brillanten Ulrich Mühe hat auch der Westler ein Bild vom Stasi-Dasein. „Die Eule“ basiert auf einer wahren Geschichte. Auch 20 Jahre nach der Wende reicht der lange Arm der Stasi bis an den Niederrhein. Ein Komplott, der in Duisburg beginnt, in Erfurt spannenden Schub bekommt und sich rund um Wesel, Xanten, Moers, Goch, Dinslaken und Hamminkeln zum niederrheinischen Finale steigert. Die Verwicklungen setzen sich in bester Thriller-Manier erst am Ende komplett zu einer Geschichte zusammeln. Besonders eindringlich ist die Darstellung der Figuren gelungen, ihre jeweilige Farbe, ihre eigenen (Sprach-)Melodie, ihr Witz. Gut, dass kluger Humor und Herz dabei sein dürfen. Hesse/Wirth sind ihrem Prinzip treu geblieben, die Handlung nach Region schmecken zu lassen. „Das betrifft West wie Ost. Die Figuren leben, handeln und reden in ihrer jeweiligen Heimatregion. So lässt sich der fiktiv weitergesponnene Kriminalfall authentisch erzählen“, sagen die Autoren.